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Bestellhinweis:
Bestellungen für Einzelteile aus unserem Schornsteinprogramm führen wir nicht aus.
Die Nachbestellung von Einzelteilen ist nur unsere Kunden möglich, die bei uns einen kompletten Schornstein bestellen oder bestellt haben. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Die MKD-Schornsteinsysteme werden für die Abführung der Abgase verwendet und sind gegen deren zerstörende Wirkung unempfindlich. Sie werden in modernen Heizanlagen zur Einsatz gebracht, in denen Heizöl und Gas als Brennstoffe verwendet werden. Der MKD-Schornstein ist eine eigenständige Konstruktion und bedarf keinerlei gemauerter Schächte.Das Innenrohr ist als Abgasleitung aus Stahl in der Qualität 1.4404 hergestellt, was eine lange Sauerbeständigkeit gegen Abgase mit gegebener chemischer Zusammensetzung aufweist. Der Außenmantel ist aus Stahl in der Qualität 1.4301 hergestellt, was eine lange Beständigkeit gegen Witterungsverhältnisse garantiert.
Der korrekte Einsatz des Schornsteinsystems besteht in der Wahl des an die Heizanlage angepassten Durchmessers und der Schornsteinhöhe, die von den Umweltschutzvorschriften bzw. von architektonischen Voraussetzungen in der Umgebung abhängen. Für die Bestimmung des Durchmessers wird die EN …. angewendet.
Für das MKD System gibt es drei Aufbauarten:
a Einbau der MKD-Bestandteile teilweise im Gebäude mit entsprechendem Übergang nach außen.
b Die ganze Abgasanlage wird von außen an der Hauswand als Tragkonstruktion installiert, wobei die Schornsteinmündung übers Dach geführt wird.
c Die ganze Abgasanlage wird außen an einer speziellen Tragkonstruktion aufgebaut.
Die Abgastemperatur in den an das MKD-System angeschlossenen Heizanlagen sollte 400oC nicht überschreiten. Die Abgase dürfen keine brennbaren und explosionsfähigen Bestandteile enthalten.
Die Ausführung der Abgasanlage sollte von Fachpersonal durchgeführt werden und die aktuellen Vorschriften, das Baurecht sowie die Hinweise des Bauherren, des Schornsteinfegermeisters und des Herstellers müsse berücksichtigt werden..
Die Abgasleitung soll so gewählt werden, dass – abgesehen von den genannten Bedingungen – die Abgastemperatur auf der gesamten Schornsteinlänge einschließlich Schornsteinaustritt höher ist als der Taupunkt für die Abgase der jeweiligen Heizanlage ist.
Der Einbau des MKD-Schornsteinsystems sollte nach einer der Aufbauarten durchgeführt werden.
Wenn die 1. Aufbauart gewählt wird, ruht der Schornsteinfuß üblicherweise auf dem Fundament.
Die Tabelle 4 und Abbildung 4 stellen die typischen Formstücke für den unteren Schornsteinteil dar, der im Inneren des Gebäudes auf festem Fundament aufgestellt wird.
Wenn die Abgasleitung an der Außenwand gem. 2. oder 3. Aufbauart aufgestellt wird, ruht der Schornsteinfuß meistens nicht auf einem festen Fundament, sondern auf einer Wandkonsole (WKT). Die typischen Formstücke für diese Lösung wurden in der Tab. 5 und auf der Abb. 5 dargestellt.
Bei erheblicher Schornsteinhöhe ist es erforderlich, Zwischenstützen einzusetzen, welche die Belastung von oberhalb der Stützen liegenden Teilen übernehmen und die unterhalb der Stützen liegenden Tragelemente entlasten.
Die typische Ausführung einer außerhalb von Gebäuden bzw. auf einer Tragkonstruktion einsetzbaren Zwischenstütze wurde auf der Abb. 6 dargestellt. Die typischen Formstücke sind in der Tab. 6 berücksichtigt. Die Zahl der Stützen und die Entfernungen zwischen ihnen wurden in der Tabelle 8 und Abb. 10 dargestellt.
Die Längenelemente sollten unabhängig von der Aufbauart an die Wand oder an die Tragkonstruktion mit Wandhaltern WHT (5) befestigt werden. Diese Wandhalter sind in Abhängigkeit von der Entfernung des Schornsteins zur Wand oder zur Tragkonstruktion einstellbar (siehe technische Zeichnung).
Falls der Schornstein über den letzten Wandhalter hinausragen soll, muss das verstärkte Klemmband KBS verwendet werden, das ermöglicht, bis 3 m (bis O 225) bzw. bis 2,5 m (O ab 250) über den letzten Wandhalter hinausragende Schornsteine aufzustellen. In diesem Fall sind im obersten Bereich zwei Wandhalter WHT in der Entfernung von 1 m voneinander anzubringen und alle Rohre oberhalb des letzten Wandhalters sowie zwei Rohre unterhalb des letzten Wandhalters sind mit Klemmbändern KBS zu befestigen.
Das Fußteil KFTZ mit einem gebogenen Rand sowie KFTP werden auch als Übergang vom MKS- auf MKD-System eingesetzt. Dies ist der Fall, wenn die Abgasleitung zum Teil als Einsatzrohr in dem herkömmlichen gemauerten Schacht und zum Teil als Außenschornstein nach dem MKD-System aufgestellt wird. Die typische Einbauweise des Fußteils KFTP als Übergang vom MKS- auf das MKD-System ist auf der Abb. 7 und die Zusammenstellung der Bestandteile in der Tabelle 7 dargestellt.
Eine alternative Aufbauweise des unteren Teils des Schornsteins ist auf der Abbildung dargestellt.
Die Rolle des Revisionsstückes und des Kondensatabweisers übernimmt hier der Deckel mit Kondensatablauf (DS), der nach der Entfernung des Klemmbandes KBT ausgeschoben wird. Bei Anlagen, in denen kein Kondensat anfällt, kann der Deckel (D) ohne Ablauf eingesetzt werden.
A – die Höhe der Zwischenstütze eines auf Betonbodenplatte stehenden Schornsteins.
B – die Höhe der Zwischenstütze eines am Wandhalter WKT befestigten Schornsteins.
C – Anordnung der Wandhalter WHT.
D – die maximale Höhe des Schornsteins über dem letzten Wandhalter WHT.
Falls eine weitere Zwischenstütze erforderlich ist, ist sie von der letzten Stütze um die Entfernung B anzuordnen.
Bei Dach- bzw. Deckendurchführungen werden die Teile DDT0, DDT15, DDT30, DDT45 in Verbindung mit dem Regenkragen RKT eingesetzt. Dachdurchführungen mit dem Bleikragen DDTF werden auf mit Dachziegeln gedeckten Dächern durchgeführt. Beispiele für den Einsatz der Teile DDT 0, DDT 15, DDT 30, DDT 45 in Abhängigkeit von der Dachneigung wurden in der Abb. 9 dargestellt.
Die Dachdurchführungen DDT werden bei folgenden Dachneigungen eingesetzt:
Falls die Abgasleitung auf einer selbständigen Tragkonstruktion aufgebaut wird, ist es möglich mehrere Abgasleitungen auf einer Tragkonstruktion anzubringen. Beispiele hierfür wurden in der Abb. 10 dargestellt.
Vier Abgasleitungen an einer Tragkonstruktion.
Drei Abgasleitungen an einer Tragkonstruktion.
Zwei Abgasleitungen an einer Tragkonstruktion.
Eine Abgasleitung an einer Tragkonstruktion.
Am Austritt der Abgasleitung sollte der Mündungsabschluss MAT aufgesetzt werden. Eine Alternative dazu stellt der Regenhut RHT, der direkt zum letzten Längenelement RT oder auch im MAT befestigt wird.
Die Abgasleitung ist baurechtlich abnahmepflichtig. Der zuständige Schornsteinfegermeister überprüft die Anlage nach den baurechtlichen Bestimmungen und stellt ein Abnahmeprotokoll aus.
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